„KRONENHOF“ PONTRESINA – NOBELESSE OBLIGE

Highlight / REISE / 18/09/2017

Wer bei der Ankunft mit der „Rhätischen Bahn“ in Pontresina nur Bahnhof versteht, liegt nicht ganz daneben. Hier wird Rätoromanisch gesprochen, eine der ältesten Sprachen überhaupt – kantig, ruppig und schroff wie die felsigen Berggipfel. Sie ist eine der drei offiziellen Amtssprachen Graubündens – für den Fremden eine verwirrende Mischung aus italienisch, Schwyzer Dütsch und Vulgärlatein. Der Shuttle des Hotels „Kronenhof“ hingegen steht dagegen ganz akkurat schweizerisch pünktlich bereit und befördert den Ankömmling in eine aufregende Welt.

GRAUBÜNDENER BÜRGERHÄUSER PRÄGEN DAS BILD VON PONTRESINA

DER KRONENHOF IST EINES DER BESTEN AUSHÄNGESCHILDER FÜR DIE BELL ÉPOQUE IN DEN ALPEN

Kein Besucher des ehemaligen Bergsteigerdorfes Pontresina kann sich dem ursprünglichen Charme und dem traditionellen Stadtbild entziehen. Wuchtig-wehrhafte Bürgerhäuser aus dem 17. Jahrhundert, liebevoll restauriert und mit Achtsamkeit bewahrt, drängen sich dem Gast als Bild für typisch schweizerische Gediegenheit auf, verbunden mit einzigartiger, bündener Erdverbundenheit. Eingebettet in einem wild-romantischen Seitental zwischen Piz Palü und Piz Bernina, dominiert das neobarocke Grand Hotel „Kronenhof“ unübersehbar die Kulisse.
ZIMMER DEREN AMBIENTE DEN SPAGAT ZWISCHEN KLASSIK UND MODERNE SCHAFFEN

Wer da glaubt, im „Kronenhof“ sei die Zeit stehen geblieben, der irrt, auch wenn die „Grande Dame“ des Fünf-Sterne-Ressorts“ auf den ersten Blick diesen Eindruck vermittelt. Tradition, Luxus und Moderne wurden auf angenehme und sympathische Weise miteinander verwoben, ohne dass Glanz und Grandeur einer früheren Epoche verloren gingen.

 Schon beim Betreten des Foyers fühlt man sich unwillkürlich zurückversetzt in die Ära der Belle Époque, in die Zeit opulenter Empfänge, vornehmer Gäste und internationalem Flair, und das inmitten einer majestätischen Landschaftskulisse. Die „Schöne Teufelin“, wie der Diavolezza-Gletscher genannt wird, vervollkommnet die imposante Engadiner Bergwelt und deren geheimnisvolle Sagen und Geschichten rund um den Kronenhof.

Und wer schon einmal bei verhangenem Wetter an einem stillen Sonntagmorgen über den Morteratschgletscher gewandert ist, der weiß: Da ist noch etwas. Nichts Fassbares, nur ein Gefühl. Etwas Flüchtiges. Der Berg hat seine Geheimnisse noch nicht preisgegeben. Ihn umgibt eine mystische Aura, die die Diavolezza jeden Augenblick bis ins Tal verströmt.

HOCHHERRSCHAFTLICH DER SALON IM ENTREE DES KRONENHOF

Aber bleiben wir bei unserer Herberge. Die Zimmerausstattung des „Kronenhofs“ entspricht einem 5-Sterne-Plus-Haus und lässt somit keine Wünsche offen. Im Hintergrund, beinahe unbemerkt, sorgt modernste Technik für alles, was ambitionierte Zeitgenossen fürs Wohlbefinden und für geschäftliche Erfordernisse benötigen. Überflüssig zu erwähnen, das W-Fi oder HD-TV in den Zimmern selbstverständlich sind. Außer einem 2.000 qm großen Spa mit Pools, Sprudelbad und Wellnessbehandlungen sind auch Tischtennis, Kegeln oder Billiard im Haus möglich. Für Kinder gibt es ganz in der Nähe einen Abenteuerspielplatz und auch dort kommt für die Kleinen keine Langeweile auf.

DAS SPRUDELBECKEN IM SPA IST BALSAM NACH SPAZIERGÄNGEN IN DER NATUR

KEINE RUHIGE KUGEL BEIM BOWLINGSPASS FÜR DIE GANZE FAMILIE

GASTGEBER AUS LEIDENSCHAFT —  DIREKTOR MARC EICHENBERGER

SCHON KLEINE GENUSSPROFIS KÖNNEN SICH VERWÖHNEN LASSEN

Dass einerseits die sprichwörtliche Grandezza und „the state of the Art“, was Ansprüche und Anliegen selbst verwöhntester Gäste angeht, eine wohltuende Symbiose eingegangen sind, ist dem Hotel-Manager Marc Eichenberger zu verdanken. Bei ihm ist der Begriff „Gastgeber“ keine kommerzielle Floskel, sondern eine unübersehbare Berufung. Marc Eichenberger ist ohne Frage die Seele des Unternehmens, der sich nicht nur einbringt. Es ist sein Spirit, der von allen im Hause gelebt wird. Man bemerkt sofort, dass der Chef die Begeisterung für die Geschichte und die Tradition des noblen Hauses wie auch die Erfüllung der Wünsche, Bedürfnisse und Interessen seiner Gäste auf sein gesamtes Personal überträgt. Man wird unaufdringlich und stets mit ehrlichem und herzlichem Lächeln umsorgt.
HOCHHERRSCHAFTLICH – DER NEOBAROCKE SPEISESAAL

Heute verstehen wir uns als Familienhotel …“ sagt er verschmitzt, „… denn auch die Kinder sollen sich bei uns wohlfühlen. Bei uns sind sie die VIK‘s“. Very important kids. Je nach Bedürfnis sind wir rund um die Uhr für sie da. Sie können sogar im eigenen Speisesaal – ganz unter sich – in Abstimmung mit den Eltern, ihren Leibspeisen frönen. Animation für die Kiddis – selbstverständlich. Betreuung – obligatorisch. Abenteuer im Sommer wie Winter – fakultativ. Auch hier bleiben keine Wünsche offen.

VORSPEISENVARIATION MIT LANGUSTE

KALB MIT FEINEN BRENNNESSEL-GNOCCHI

FRUCHTIGES SORBET ZUM DESSERT 

Kulinarisch gesehen ist der „Kronenhof“ ohne Zweifel ein nahezu unschlagbares Highlight in der Region. Die Küche von Starkoch Fabrizio Piantanida ist spektakulär exquisit, das Frühstück an Vielfalt und Angebot kaum zu übertreffen, der Service dem Niveau des Hauses angemessen hoch. Wobei wir beim Ambiente des „Dining & Enjoyment“ angelangt wären. Drei Restaurants stehen zur Auswahl. „Le Pavillon“, das „Kronenstübli“ und last but not least das prunkvolle „Grand Restaurant“. Der neobarocke Speisesaal, in dem Frühstück und Abendessen eingenommen werden, katapultiert den Gourmet ohne die geringste Zeitverzögerung in die glanzvolle Zeit grandioser, gesellschaftlicher Anlässe des Hochadels und vermögender Kaufleute. Nicht nur Atmosphäre und Fluidum, sondern auch die Freskenmalerei, die Großzügigkeit des Raumes und die Detail-Liebe der vorbereiteten Tische sind atemberaubend. In diesem hochherrschaftlichen Ambiente darf und kann sich jeder Gast wie ein Aristokrat fühlen. Und genau so wird er auch betreut.

Wem das noch nicht reicht, der kann sich im Schwesterhotel „Kulm“ in St. Moritz biodynamisch, vegetarisch oder auch vegan verwöhnen lassen, um im Anschluss auf dem Sattel sich selbst und das Pferd beim Polo zu ertüchtigen.

IM COUNTRY CLUB DES SCHWESTERHOTELS KULM SPEIST MAN CASUAL ABER MIT STIL 

Der Countryclub des Kulm empfängt den Besucher mit der Atmosphäre halsbrecherischer Cresta-Rennen, erzählt von Helden auf der Bobbahn und vermittelt dem Gast die Historie olympischer Winterspiele und deren Matadoren. Man nimmt am Fenster Platz und blickt auf das Grün des Polofeldes und kann sich des Eindrucks nicht erwehren, jeden Augenblick in mondäner Gesellschaft am exklusiven Spektakel mit Pferd und Reiter teilzunehmen. Beinahe könnte man angesichts des Alpenpanoramas und dem Blick auf St. Moritz vergessen, dass man wegen des kulinarischen Genusses gekommen ist.

EINE CONCIERGE MIT EINEM GROSSEN HERZ FÜR VERY IMPORTENT DOGS

Auch für die Hunde – die VID’s (very importent dogs) ist gesorgt. Das Grand Hotel Kronenhof ist bekannt als ausgesprochen hundefreundlich. Für Gassigänge, Hundemenüs und großzügigen Auslauf ist gesorgt. Und selbst für schwierige oder hochnäsige Fell-Kandidaten gibt es die Möglichkeit, sein Pelztier mit vier Pfoten im Falle von Ausflügen oder während des Wintersportes kompetenten Hundeführern im benachbarten Hundeverein anzuvertrauen…

LUXUS PUR RUND UM VIER PFOTEN SCHON ZUR BEGRÜSSUNG AUF DEM ZIMMER


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Claudio Michele Mancini
Claudio Michele Mancini wurde kurz nach Kriegsende 1945 als Sohn seiner deutschen Mutter und des italienischen Vaters geboren und wuchs in der Provinz Verbania am Lago Maggiore auf. Nach dem Abitur studierte er München Psychologie. Arbeitete danach als Dozent und internationaler Unternehmensberater in Frankreich, Italien, Deutschland und den USA. Heute lebt und arbeitet der Autor im Dreieck Bad Tölz, Wolfratshausen und Starnberg. Dort entsteht gerade sein neuer Roman mit dem Arbeitstitel "La Donna"





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